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Bahnstrecke Culoz–Modane
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| Culoz–Modane | Culoz–Modane |
|---|---|
| | |
| Streckennummer (SNCF) : | 900 000 |
| Kursbuchstrecke (SNCF) : | 512 |
| StreckenlÀnge: | 135 km |
| Spurweite : | 1435 mm ( Normalspur ) |
| Stromsystem : | 1500 V = |
| Maximale Neigung : | 30 ‰ |
| Streckengeschwindigkeit: | 150 km/h |
| Zweigleisigkeit : | durchgehend |
| | |
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Die Bahnstrecke Culoz–Modane (nach dem durchfahrenen Tal Maurienne auch Maurienne-Strecke genannt) ist eine zweigleisige Eisenbahnstrecke in der französischen Region Auvergne-RhĂŽne-Alpes. Sie verbindet Culoz an der Bahnstrecke Lyon–GenĂšve mit dem französischen Ort Modane. Die Strecke ist die westliche Zufahrt in Richtung Mont-Cenis-Tunnel und wird ab Modane als Bahnstrecke Modane–Turin fortgesetzt, womit sie eine Hauptverkehrsverbindung im internationalen Reise- und GĂŒterverkehr zwischen Frankreich und Italien ist.

Contents

‱ Geschichte
‱ Entstehung
‱ Zukunft
‱ Bilder
‱ Weblinks

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Geschichte

Entstehung

Im Jahre 1815 beschloss der Wiener Kongress die RĂŒckgabe des seit 1792 von Frankreich annektierten Herzogtums Savoyen an das Königreich Sardinien.

Ab 1830, als die ersten Hauptstrecken des französischen Eisenbahnnetzes entstanden, begann die Diskussion ĂŒber Eisenbahnprojekte zur Anbindung des Herzogtums an das internationale Eisenbahnnetz sowie fĂŒr eine Verbindung zwischen Frankreich und dem zukĂŒnftigen Italien. Diese Projekte machten zwingend die Querung des Hauptalpenkamms zwischen Piemont mit dem sardischen Regierungssitz Turin und Savoyen notwendig. Der Zollagent und spĂ€tere Bauunternehmer Joseph François MĂ©dail aus Bardonecchia unterbreitete im August 1839 Karl Albert, dem König von Sardinien-Piemont, einen ersten Vorschlag fĂŒr den Bau eines Tunnels unter dem FrĂ©jus-Pass.cite-ref-1[1] Die durchs Maurienne-Tal fĂŒhrende Eisenbahn sollte am Schluss die Hauptstadt des Herzogtums ChambĂ©ry mit dem Regierungssitz des Königreichs in Turin verbinden. MĂ©dail verstarb jedoch 1844, ohne eine Antwort auf seinen Vorschlag erhalten zu haben.

Es verging ein weiteres Jahrzehnt, bis dem Königlichen Dekret von Viktor Emanuel II. vom 25. Mai 1853 zufolge die Compagnie du chemin de fer Victor-Emmanuel gegrĂŒndet wurde.cite-ref-2[2] Die Eisenbahngesellschaft ĂŒbertrug der englischen Baufirma Jackson, Brassey and Henfrey den Bau des ersten eingleisigen Streckenabschnittes zwischen Choudy bei Aix-les-Bains und Saint-Jean-de-Maurienne. Die Arbeiten begannen umgehend, und der 80 km lange Abschnitt konnte am 20. Oktober 1856 eingeweiht werden.

WĂ€hrend des Sardinischen Krieges im Jahre 1859, bei dem die französische Armee unter Napoleon III. auf der Seite des Königreichs kĂ€mpfte, wurde die Eisenbahn fĂŒr Truppentransporte zur Front der Schlacht bei Magenta genutzt, bei der am 4. April 1858 die Österreicher geschlagen wurden. Ein am 21. Juli 1858 unterzeichneter Geheimvertrag zwischen Camillo Cavour, dem Regierungsvorsitzenden des sardischen Königreichs, und Frankreich sah die Abtretung von Savoyen an Frankreich vor. Zwar verzichtete Napoleon III. im Anschluss an den am 8. Juli 1859 geschlossenen Vorfrieden von Villafranca darauf, Savoyen und die Grafschaft Nizza zu ĂŒbernehmen, annektierte aber Savoyen am 14. Juni 1860, nachdem sich die Bevölkerung bei einer Volksabstimmung mehrheitlich fĂŒr einen Anschluss an Frankreich entschieden hatte.

Diese Ereignisse hatten erhebliche Auswirkungen fĂŒr die neu in Frankreich zu bauende Bahnstrecke. Ein kaiserlicher Erlass vom 27. Mai 1863 bestĂ€tigte zwar die Vereinbarung zwischen dem Minister fĂŒr öffentliche Arbeiten und der Compagnie du chemin de fer Victor-Emmanuel, dass die Konzession der Bahngesellschaft bestehen bleibt,cite-ref-3[3] aber gemĂ€ĂŸ zwei weiteren Vereinbarungen vom 9. Juni 1866 und vom 17. Juni 1867 musste die Bahngesellschaft alle auf französischem Boden gebauten und noch zu bauenden Streckenabschnitte dem französischen Staat ĂŒberlassen, der sie wiederum an die Compagnie Paris-Lyon-MĂ©diterranĂ©e (PLM) abstieß. Diese Vereinbarungen wurden am 27. September 1867 durch einen kaiserlichen Erlass in Kraft gesetzt.cite-ref-4[4]

Wegen des langsamen Fortschrittes beim Bau des Mont-Cenis-Eisenbahntunnels zwischen Modane und Bardonecchia schlug der leitende Ingenieur M. Brassey den Bau der Mont-Cenis-Bahn vor, einer provisorischen Eisenbahn von Saint-Michel-de-Maurienne ĂŒber den Col du Mont Cenis nach Susa. Diese mit Fell-Lokomotiven befahrene Strecke ging am 15. Juni 1868 in Betrieb und wurde nur drei Jahre spĂ€ter am 19. September 1871 wieder eingestellt, als der Tunnel eröffnet wurde.

Inbetriebnahme der Streckenabschnitte

‱ 20. Oktober 1856: Aix-les-Bains–Saint-Jean-de-Maurienne
‱ 31. August 1857: Saint-Innocent–Aix-les-Bains
‱ 27. Juli 1858: Rhone-BrĂŒcke–Saint-Innocent.
‱ 2. September 1858: Culoz–Rhone-BrĂŒcke
‱ 17. MĂ€rz 1862: Saint-Jean-de-Maurienne–Saint-Michel-de-Maurienne.
‱ 20. Oktober 1871: Saint-Michel-de-Maurienne–Modane. Am selben Tag gingen auch der Mont-Cenis-Tunnel und die italienische Strecke bis Bussoleno in Betrieb.

Eisenbahnunfall von Saint-Michel-de-Maurienne

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Hauptartikel

:

Eisenbahnunfall von Saint-Michel-de-Maurienne

Am 12. Dezember 1917 ereignete sich einer der schwersten EisenbahnunfĂ€lle der Welt bei Saint-Michel-de-Maurienne. Ein von Italien kommender vollbesetzter MilitĂ€rzug entgleiste kurz vor dem Bahnhof wegen völlig ungenĂŒgender Bremswirkung, wobei ungefĂ€hr 700 Soldaten ums Leben kamen.

Elektrifizierung

Die Maurienne-Strecke wurde im Hinblick einer spĂ€teren Elektrifizierung der Bahnstrecke Marseille–Nizza von 1925 bis 1930 auf dem Abschnitt ChambĂ©ry–Modane fĂŒr einen elektrischen Versuchsbetrieb mit einer seitlich angeordneten dritten Schiene fĂŒr 1500 V Gleichstrom versehen.

Der Einrichtung und die Beobachtung des Versuchsbetriebes mit einer Stromschiene wurden im Vergleich mit einem Oberleitungsbetrieb als einfacher eingeschĂ€tzt. Außerdem wurde beim Errichten einer Oberleitung mit hohen Kosten gerechnet, weil die Lokomotiven auf den 30 ‰-Rampen der Strecke hohe StromstĂ€rken benötigen. Die Fahrleitung hĂ€tte mit einer parallel zum Fahrdraht verlaufenden separaten großquerschnittigen Speiseleitung versehen werden mĂŒssen. Trotzdem wurde die Elektrifizierung mit dritter Schiene spĂ€ter nicht mehr ausgefĂŒhrt, weil die Nachteile des Systems ĂŒberwogen. So mussten in den Bahnhöfen mit einer Vielzahl von Weichen trotzdem Oberleitungen errichtet werden, und der Gleisunterhalt wurde wegen der in BodennĂ€he vorhandenen 1500 V aufwĂ€ndiger.

Obwohl der Streckenabschnitt Culoz–ChambĂ©ry 1936 mit Fahrdraht ĂŒberspannt wurde, blieb der Betrieb mit Stromschiene bis 1976 bestehen. Die letzten Stromschienen wurden zwischen Aiguebelle und Épierre entfernt. Die Nebengleise der Bahnhöfe behielten die Masten der Einfachfahrleitung aus den 1920er-Jahren. Einzig in MontmĂ©lian auf der Verbindungskurve fĂŒr die ZĂŒge aus Saint-Pierre-d’Albigny in Richtung Grenoble wurden die alten Masten zwischen den Jahren 2012 und 2013 entfernt.

FĂŒr den Stromschienenbetrieb wurden 1922 vier Versuchslokomotiven bestellt. Nach deren Erprobung ab 1925 folgten Bestellungen ĂŒber 30 GĂŒterzugs- und 4 Schnellzugslokomotiven, die in den Jahren 1927 bis 1930 abgeliefert wurden. Eine der Schnellzugslokomotiven, die 2CC2 3402, ist erhalten geblieben. Sie ist die einzige unter Denkmalschutz gestellte Lokomotive und wird von der Association pour la PrĂ©servation du MatĂ©riel Ferroviaire Savoyard (APMFS) im Rundschuppen des Depots ChambĂ©ry betreut. Die Lok ist funktionsfĂ€hig, darf aber wegen fehlender Zulassung die Strecke nicht mehr befahren.

Aufgrund des gestiegenen GĂŒterverkehrsvolumens wurden ab 1960 zusĂ€tzlich 22 Lokomotiven der Baureihe BB 1–80 der ehemaligen Chemin de fer de Paris Ă  OrlĂ©ans (PO) eingesetzt. Die „Biquettes“ (Geissen) genannten Lokomotiven verkehrten stets in Doppeltraktion. Eine ist erhalten geblieben und im Eisenbahnmuseum MĂŒhlhausen ausgestellt.

Ende der 1950er-Jahre wurden sechs Loks der Baureihe CC 7100 mit Schleifschuhen fĂŒr die dritte Schiene ausgerĂŒstet. Ab 1970 kamen 20 Lokomotiven der Baureihe CC 6500 als letzte fĂŒr den Stromschienenbetrieb ausgerĂŒstete Fahrzeuge zum Depot ChambĂ©ry. Von ihnen ist die CC 6558 das einzige erhaltene Exemplar. Sie hat immer noch eine Zulassung und wird vom APMFS fĂŒr Extrafahrten benutzt. Die Schleifschuhe sind aber abgebaut worden. Die 1973 dem Depot zugeteilten 35 Lokomotiven der Baureihe CC 7100 hatten bereits keine Schleifschuhe mehr.

Die Liste der Elektrolokomotiven der Maurienne-Strecke fĂŒhrt alle fĂŒr den Einsatz auf der Strecke mit Schleifschuhen ausgerĂŒsteten Lokomotiven auf.

Hochwasserereignis 1957

In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 1957 verwĂŒstete ein Hochwasser der Arc das ganze Tal der Haute-Maurienne und fĂŒgte der Strecke zwischen Modane und Pontamafrey schwere SchĂ€den zu: 15 Kilometer Gleis wurden mitgerissen, der Bahnhof Saint-Michel-de-Maurienne und der Rangierbahnhof Saint-Jean-de-Maurienne ĂŒberschwemmt,cite-ref-5[5] zahllose Böschungen zerstört, eine BrĂŒcke stĂŒrzte ein, und einige Tunnel wurden mit vom Fluss mitgerissenem Schotter gefĂŒllt, im Bahnhof Saint-Michel-de-Maurienne stĂŒrzten Fahrleitungsmasten um, und an einigen Stellen waren die Schienen verwunden. Ab 4. Juli verkehrten die ZĂŒge wieder mit Elektrolok auf beiden Gleisen.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]

Felssturz 2023

Am 27. August 2023 ging gegen 17.15 Uhr bei Saint-AndrĂ© (zwischen den Bahnhöfen Saint-Michel-Valloire und Modane) ein 700-mÂł-Felssturz auf die Eisenbahntrasse und die benachbarte Autoroute A 43 ab. Die Strecke war in der Folge nicht mehr befahrbar.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Nach Abschluss der schwierigen Sanierungsarbeiten wurde der durchgehende Verkehr zwischen Frankreich und Italien ĂŒber diese Strecke zum 31. MĂ€rz 2025 wieder aufgenommen.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]

Ausbau fĂŒr den Kombinierten Verkehr

Das beengte Lichtraumprofil im Mont-Cenis-Eisenbahntunnel und weiterer Tunnel entlang der Transitachse Dijon–Turin war lange Zeit ein Hindernis fĂŒr die flexible DurchfĂŒhrung des Kombinierten Verkehrs. Bis 2011 war der Transport von SattelanhĂ€ngern zwischen Modane und Turin auf 3,60 m Eckhöhe bzw. im Fall von WechselbehĂ€ltern auf 2,75 m Eckhöhe limitiert (Fahrzeugbegrenzungslinie GA bzw. KV-Profil P30/C30). Infolgedessen wurden vorwiegend TanksattelanhĂ€nger (niedrige Fahrzeughöhe, zylindrischer Aufbau) transportiert. Seit September 2011 können SattelanhĂ€nger mit 3,85 m Eckhöhe bzw. WechselbehĂ€lter mit 3,00 m Eckhöhe (KV-Profil P385/C385) auf konventionellen Containertragwagen und Taschenwagen transportiert werden. Die von Lohr Industrie entwickelten Lohr-UIC-Taschenwagen gestatten seit Juni 2012 einen Transport von SattelanhĂ€ngern mit 4,00 m Eckhöhe. Die Spezialkonstruktionen weisen einen verkleinerten Raddurchmesser und infolgedessen besonders tiefe AufstandsflĂ€chen auf.cite-ref-14[14]

Dem Ausbau der Transitachse Dijon–Modane–Turin fĂŒr den Kombinierten Verkehr geht eine rund dreißigjĂ€hrige Historie voraus. Im Jahr 1983 gab die SNCF das Ziel aus, das Lichtraumprofil transitrelevanter Strecken fĂŒr die Begrenzungslinie GB1 (KV-Profil P385/C385) aufzuweiten. Im Jahr 1987 wurden entsprechende Planungen fĂŒr den Abschnitt ChambĂ©ry–Modane konkretisiert. 1990 folgte die FS mit Planungen fĂŒr den Abschnitt Modane–Turin. Im Januar 1991 verwarf die SNCF die AusbauplĂ€ne GB+/GB1 auf einzelnen Abschnitten zugunsten der kostengĂŒnstigeren Variante GB (KV-Profil P40/C40). Im Januar 1998 war dieser Standard fĂŒr die Gesamtstrecke Culoz–Modane erreicht. Der Mont-Cenis-Eisenbahntunnel sowie die italienische Strecke Modane–Turin wies weiterhin GA (P30/C30) auf, sodass noch keine internationale Befahrbarkeit fĂŒr GB1 gegeben war.cite-ref-15[15] Am 7. November 2002 verstĂ€ndigten sich die Verkehrsminister Frankreichs (Gilles de Robien) und Italiens (Pietro Lunardi) in Rom auf den Ausbau der Transitachse zugunsten von GB1 (KV-Profil P385/C385). Zentraler Beschluss war die Finanzierung einer Generalsanierung und Aufweitung des Mont-Cenis-Eisenbahntunnels und 19 weiterer Tunnel und UnterfĂŒhrungen fĂŒr GB1.cite-ref-16[16]

Die Bauarbeiten am Mont-Cenis-Eisenbahntunnel wurden in italienische und französische ZustĂ€ndigkeiten nördlich und sĂŒdlich der Staatsgrenze unterteilt. Im Jahr 2003 begann RFI mit den Arbeiten im italienischen Tunnelabschnitt und schloss diese 2006 ab. Im französischen Tunnelabschnitt wurde im Zeitraum 2008 bis 2011 gearbeitet. Zur Umsetzung eines großzĂŒgigeren Lichtraumprofils wurde die Tunnelsohle mittels FrĂ€s- und Sprengtechnik um bis zu 70 cm vertieft. Stellenweise war ein Austausch unterirdischer Gegengewölbe und Tunnelwiderlager notwendig. Auf mehreren Zehner Metern wurden geologische Störungen (insbesondere am Übergang zwischen Quarzit und Anhydrit) durch VerfĂŒllung und Betonierung ausgeglichen. Das teils stark beschĂ€digte Deckengewölbe wurde neu verfugt oder mit Spritzbeton verschalt. Ein zwischen den Gleisen gelegener, zentraler EntwĂ€sserungskanal musste neu angelegt werden. FĂŒr die erstmalige Unterbringung zeitgemĂ€ĂŸer Tunnelleit- und Sicherungstechnik wurden etwa 90 Nischen in die TunnelwĂ€nde gesprengt. In der seit 1871 aufgegebenen Galerie kurz vor dem ehemaligen Nordportal (sogenannte Galerie de VisĂ©e) wurde ein 240 mÂł fassender Löschwassertank installiert. Der gesamte Eisenbahnoberbau wurde neu angelegt.cite-ref-17[17]

Die achtjĂ€hrige Bauzeit resultierte auch daher, dass der Eisenbahnverkehr wĂ€hrend der Bauarbeiten im Gleiswechselbetrieb fortgefĂŒhrt wurde, sodass aufwendige Sicherheitsvorkehrungen erforderlich waren. Aufgrund der Eingleisigkeit im Tunnel und tĂ€glichen, ĂŒber mehrere Stunden andauernden Sperrpausen wurde die KapazitĂ€t der Transitachse Dijon–Modane–Turin mehr als halbiert. Verbliebene Zugleistungen erlitten hĂ€ufig VerspĂ€tungen. Die Wiederaufnahme des zweigleisigen Betriebs verzögerte sich um mehrere Monate und fand am 12. September 2011 statt.cite-ref-18[18]

Streckenbeschreibung

Die Bahnstrecke Culoz – Modane setzt sich in Bezug auf Trassierung und Geographie aus höchst unterschiedlichen Streckenabschnitten zusammen:

‱ Culoz – Aix-les-Bains: Überquerung der RhĂŽne, flache Trassierung entlang des landschaftlich schönen Lac du Bourget
‱ Aix-les-Bains – ChambĂ©ry: Überwiegend gestreckte Trassierung in verstĂ€dterten Gebieten
‱ ChambĂ©ry – MontmĂ©lian: Gestreckte Trassierung entlang der Autobahn A 43, Übergang in das IsĂšre-Tal
‱ MontmĂ©lian – Saint-Pierre-d'Albigny: Gestreckte Trassierung rechts der IsĂšre an den SĂŒdhĂ€ngen des Bauges-Massivs
‱ Saint-Pierre-d'Albigny – Saint-Jean-de-Maurienne: GroßzĂŒgige Trassierung im noch weitlĂ€ufigen Talboden des Arc
‱ Saint-Jean-de-Maurienne – Modane: Kurven- und tunnelreiche Steilstrecke im Engtal des Arc

Die nachfolgenden Detailbeschreibungen wurden anhand von FĂŒhrerraumfahrtencite-ref-19[19]cite-ref-20[20] und Kartenmaterialcite-ref-21[21]cite-ref-22[22] abgeleitet.

Abschnitt Culoz – Aix-les-Bains

Die unter der SNCF-Streckennummer 900 000 gefĂŒhrte Bahnstrecke Culoz – Modane beginnt bzw. endet im SĂŒdteil des Trennungsbahnhofs Culoz. ZĂŒge in Richtung Aix-les-Bains verlassen die Bahnstrecke Lyon – Genf (Streckennummer 890 000) an km 101,0 noch vor den Bahnsteiganlagen Culoz. Die Trasse wendet sich anschließend in einem Rechtsbogen nach SĂŒdosten. An km 101,9 besteht eine eingleisige Verbindungskurve fĂŒr Zugfahrten zwischen Aix-les-Bains und Genf. Die Strecken 890 000 und 900 000 sind per Gleisdreieck verknĂŒpft. Die Abzweiggeschwindigkeiten betragen 80 km/h (AmbĂ©rieu – Aix-les-Bains) bzw. 60 km/h (Aix-les-Bains – Genf). Ab km 102,1 betrĂ€gt die Streckenhöchstgeschwindigkeit 120 km/h. An km 103,3 wird die RhĂŽne ĂŒberbrĂŒckt. Nach dem Bahnhof Chindrieux (km 108,3) wird die Strecke in einem Rechtsbogen an das Ostufer des Lac du Bourget gefĂŒhrt und ist mit bis zu 110 km/h befahrbar. Die beiden Gleise beanspruchen stellenweise die gesamte FlĂ€che zwischen Ufersaum des Lac du Bourget und den östlich anschließenden Felsformationen. Diese bilden eine 250 bis 500 m hohe Wand. Zum Schutz vor SteinschlĂ€gen wurden umfangreiche Schutzvorkehrungen (FangzĂ€une, Steinschlag-Detektoren etc.) installiert. Im Bereich von km 112,1 bis 112,4 wird ein bis an das Seeufer heranragender Felssporn durchfahren (Tunnel Grand-Rocher, 338 m LĂ€nge). Im Tunnel de ColombiĂšre (1.244 m LĂ€nge) an km 16,5 wird die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 80 km/h reduziert, da das Gemeindegebiet Brison-Saint-Innocent in zwei engen gegenlĂ€ufigen Bögen mit Radien von etwa 400 m umfahren werden muss. Anschließend betrĂ€gt die Streckenhöchstgeschwindigkeit erneut 110 km/h. Ab km 121,6 im Stadtgebiet Aix-les-Bains gilt 80 km/h. An km 123,5, kurz vor dem Bahnhof Aix-les-Bains - Le Revard, mĂŒndet die eingleisige Bahnstrecke Aix-les-Bains – Annemasse (via Annecy, Streckennummer 897 000) in die Hauptgleise.

Abschnitt Aix-les-Bains – ChambĂ©ry

Nach dem Bahnhof Aix-les-Bains - Le Revard (km 123,8) wird die Strecke bis km 125,3 dreigleisig weitergefĂŒhrt. Ab dem km 124,1 betrĂ€gt die Streckenhöchstgeschwindigkeit 110 km/h. An km 128,3 wird der in einem Rechtsbogen gelegene Bahnhof Viviers-du-Lac passiert. An km 129,6 wird ein Hang östlich der Bahntrasse von der Galerie Essarts (59 m LĂ€nge) abgestĂŒtzt. Ab dem km 131,3 liegt die Streckenhöchstgeschwindigkeit aufgrund der nun geradlinigeren Trassierung bei 150 km/h. An km 135,8 wird die eingleisige Bahnstrecke Saint-AndrĂ©-le-Gaz – ChambĂ©ry (Streckennummer 903 000) an die Hauptgleise herangefĂŒhrt. Die drei Streckengleise fĂŒhren anschließend zum Bahnhof ChambĂ©ry-Challes-les-Eaux (km 137,9).

Abschnitt ChambĂ©ry – MontmĂ©lian

Nach dem Bahnhof ChambĂ©ry-Challes-les-Eaux (km 137,9) ĂŒberquert die Strecke an km 139,5 den Fluss La Leysse. Ab dem km 140,5 betrĂ€gt die Streckenhöchstgeschwindigkeit 160 km/h. Die Autobahn A 43 wird an km 145,4 unterquert. An km 150,9 wird der Trennungsbahnhof MontmĂ©lian erreicht. Die Streckengeschwindigkeit betrĂ€gt nun 130 km/h. In MontmĂ©lian zweigt die zweigleisige Bahnstrecke Grenoble – MontmĂ©lian (Streckennummer 909 000) ab. Eine eingleisige Verbindungskurve ermöglicht zudem die Relation Grenoble – Albertville / Modane, sodass die beiden Hauptstrecken per Gleisdreieck verbunden sind.

Abschnitt MontmĂ©lian – Saint-Pierre-d'Albigny

Unmittelbar nach der EinmĂŒndung der eingleisigen Verbindungskurve von und nach Grenoble (km 151,4) passiert die Strecke den GĂŒterbahnhof MontmĂ©lian und fĂŒhrt anschließend am rechten Ufer der IsĂšre nach Nordosten. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit betrĂ€gt 130 km/h. An km 162,4 wird der Bahnhof Saint-Pierre-d’Albigny erreicht, wo neben den Streckengleisen ein etwa 750 m langes Überholgleis und mehrere deutlich kĂŒrzere Rangier- und Ladegleise existieren. Am km 164,5 zweigt die eingleisige Bahnstrecke Saint-Pierre-d’Albigny – Bourg-Saint-Maurice (Liniennummer 899 000) ab.

Abschnitt Saint-Pierre-d'Albigny – Saint-Jean-de-Maurienne

Nach dem Abzweig der Bahnstrecke Saint-Pierre-d’Albigny – Bourg-Saint-Maurice (km 164,5) folgt die Strecke einer langgezogenen, mit maximal 130 km/h durchfahrbaren Rechtskurve und ĂŒberquert bei km 166,1 die IsĂšre. Wenige hundert Meter danach wird die A 43 sowie ein Teil von Chamousset (Tunnel de Chamousset, 241 m LĂ€nge) unterquert. Es folgt der Haltepunkt Chamousset (km 166,8). Die Streckenhöchstgeschwindigkeit betrĂ€gt nun 150 km/h. Von km 171,0 bis 172,1 fĂŒhrt die Strecke parallel zum Modalohr-Terminal Bourgneuf-Aiton, das an km 172,2 einen Anschluss an das Streckengleis in Richtung Modane besitzt. Die Lage des Terminals markiert den Übergang der Bahnstrecke vom Tal der IsĂšre in das Tal des Arc bzw. in die Tallandschaft Maurienne. Ab km 175,0 reduziert sich die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 130 km/h. Nach dem Bahnhof Aiguebelle (km 175,2) beginnt die Strecke anzusteigen (mittlere Neigung Aiguebelle – Épierre: 4,5 ‰). An km 178,3 wird erstmalig der Arc gequert. Nördlich des Bahnhofs Épierre-St-LĂ©ger (km 185,4) zweigen Anschlussgleise zu einem Chemiewerk (Lanxess Épierre SAS, Stand 2023) ab. Im Bahnhof existieren neben den Streckengleisen zwei ca. 750 m lange Überholgleise. Zwischen Épierre und Saint-Avre – La Chambre (mittlere Neigung: 6 ‰) wird der aus zwei Röhren gebildete Tunnel de la Chapelle (318 m LĂ€nge) durchfahren. Im Bahnhof Saint-Avre – La Chambre (km 198,0) zweigen Anschluss- und Rangiergleise zu einem Chemiewerk (Arkema La Chambre, Stand 2023) ab. Einen Kilometer spĂ€ter (km 199,0) passiert die Strecke den Rangierbahnhof Saint-Avre – La Chambre mit 12 Rangier- und Abstellgleisen (max. 750 m LĂ€nge). Im Streckenabschnitt von Saint-Avre – La Chambre nach Saint-Jean-de-Maurienne (mittlere Neigung: 9 ‰) wird an km 201,4 die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 90 km/h gesenkt. An km 201,8 weist die Strecke einen Tunnel (Tunnel La Madeleine, 350 m LĂ€nge) mit engem Bogen (Radius ca. 450 m) auf. Ab km 202,2 gilt erneut die Streckenhöchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Kurz vor Saint-Jean-de-Maurienne (km 209,0) ĂŒberquert die Strecke den Arc und erreicht nach einem Linksbogen den Bahnhof. An diesen schließen sich ein erster Rangierbahnhof mit acht durchgĂ€ngig befahrbaren Rangier- und Abstellgleisen (max. 550 m GleislĂ€nge) sowie 16 als Stumpfgleise angelegten Abstellgleise (max. 300 m GleislĂ€nge) an. Ein zweiter Rangierbahnhof (km 209,5) mit acht Stumpfgleisen (max. 550 m GleislĂ€nge) existiert weiter östlich. Nördlich der Strecke bestehen GleisanschlĂŒsse zu einem Stahlwerk (TRIMET France, Stand 2023).

Abschnitt Saint-Jean-de-Maurienne – Modane

Ab Saint-Jean-de-Maurienne steigt die Strecke merklich an (mittlere Neigung bis Saint-Michel-de-Maurienne: 14,5 ‰). An km 211,3 wird der Gebirgsbach Rieubel in zwei Tunnelröhren unterquert (Tunnel Villargondran, 128 m LĂ€nge). An km 212,5 ĂŒberquert die Strecke den Arc. Es folgt der Tunnel Saint-Julien (426 m LĂ€nge) mit zwei Röhren. In Saint-Julien-Montricher zweigen Anschlussgleise zu einem Kieswerk ab. An km 215,6 und km 216,0 wird der Arc gequert. Es folgt ein Tunnel mit zwei Röhren (Tunnel Saint-Martin, 263 m LĂ€nge). Zwei Lawinenschutztunnel (Pas-du-Roc 1, 46 m LĂ€nge und Pas-du-Roc 2, 63 m LĂ€nge) sichern die Trasse an km 218,4 und km 218,5. In Saint-Michel-de-Maurienne (km 220,0) bestehen drei Bahnsteig- sowie zwei Abstellgleise (max. 220 m GleislĂ€nge). Anschlussgleise nördlich des Bahnhofs liegen brach. Ab Saint-Michel-de-Maurienne beginnt der steilste Streckenabschnitt (mittlere Neigung bis Modane: 23 ‰) mit Bogenradien teilweise unter 400 m. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit betrĂ€gt nun 115 km/h. An km 225,5 und km 224,9 wird der Arc ĂŒberquert. Es folgen die Tunnel La DouciĂšre (133 m LĂ€nge), Galerie d’Orelle (66 m LĂ€nge), Chenevier (21 m LĂ€nge), La BronsonniĂšre (103 m LĂ€nge) und Chemin-Fell (136 m LĂ€nge) mit jeweils einer Tunnelröhre. Die an SteilhĂ€ngen verlaufende Trasse wird beinahe durchgĂ€ngig mit StĂŒtzmauern, FangzĂ€unen, anderweitigen Verbauungen und Steinschlagdetektoren abgesichert. Nach dem ehemaligen Haltepunkt La Praz (km 230,3) folgen in kurzer Abfolge die Tunnel La Praz (116 m LĂ€nge), La BrĂšche (307 m LĂ€nge) sowie Grandes Murailles (672 m LĂ€nge). Nach der Durchfahrt des Örtchens Le Freney (km 233,2) wird der Tunnel Épines-Blanches (236 m LĂ€nge) passiert. Ab km 234,4 beginnen die Gleisanlagen des Bahnhofs Modane. Die Streckenhöchstgeschwindigkeit betrĂ€gt 90 km/h. Nördlich der Hauptgleise befinden sich 17 mit Fahrdraht ĂŒberspannte Rangier- und Abstellgleise mit bis zu 500 m LĂ€nge (sog. Faisceau Chantier Export, GleisbĂŒndel fĂŒr den Warenexport). An km 235,7 liegt östlich der Hauptgleise ein Lokschuppen der SNCF mit Drehscheibe. An km 236,0 befindet sich der Personenbahnhof Modane mit vier Bahnsteigkanten. SĂŒdlich des Personenbahnhofs schließen sich vier GĂŒtergleise mit ca. 550 m NutzlĂ€nge sowie Abstellgleise fĂŒr Lokomotiven an. FĂŒnf weitere, 550 m lange GĂŒtergleise befinden sich nordöstlich des Personenbahnhofs im von RFI verwalteten Infrastrukturabschnitt in Richtung Bardonecchia. Nach der Ausfahrt aus Modane schließt sich ab km 238,1 eine 180-Grad-Kehre an, die teilweise in einem Tunnel liegt (Tunnel Saint-Antoine, 566 LĂ€nge). Das Portal des Mont-Cenis-Eisenbahntunnels wird an km 240,4 erreicht. Die französisch-italienische Staatsgrenze wird nach sieben Kilometern Tunnelstrecke, an km 247,4, passiert.

Betriebliche Besonderheiten

Vorspann- und Schiebedienste

Die im Streckenverlauf Saint-Jean-de-Maurienne – Modane – Mont-Cenis-Eisenbahntunnel vorhandene LĂ€ngsneigung von bis zu 30 ‰ (bzw. 33 ‰, wenn der Reibungswiderstand in Kurven mitberĂŒcksichtigt wird) fĂŒhrt zu Restriktionen bei der zulĂ€ssigen Wagenzugbruttomasse im Vergleich zum ĂŒbrigen Hauptstreckennetz Frankreichs:

‱ ZĂŒge mit einem fĂŒhrenden Triebfahrzeug: maximal 1 000 Tonnen Masse; limitierender Faktor ist das Erreichen der Zughakengrenzlast im Steigungsabschnitt.
‱ ZĂŒge mit zwei fĂŒhrenden und einem schiebenden Triebfahrzeug: maximal 1 600 Tonnen Masse; maßgebend ist hier die Anfahrgrenzlast im Steigungsabschnitt.

Werden GĂŒterzĂŒge in Richtung Modane – ChambĂ©ry, d. h. bergab, gefĂŒhrt, betrĂ€gt die maximale Wagenzugbruttomasse 1 820 Tonnen.cite-ref-23[23]

In dem vom französischen Infrastrukturbetreiber SNCF RĂ©seau verwalteten Streckenabschnitt Saint-Jean-de-Maurienne – Modane gilt die betriebliche Regelung, dass das nachschiebende Triebfahrzeug mit dem Zugende gekuppelt sowie mit der Hauptluftleitung des Zugverbands verbunden sein muss. Im Streckenabschnitt Modane – Mont-Cenis-Eisenbahntunnel gilt die Regelung des italienischen Infrastrukturbetreibers RFI, dass das nachschiebene Triebfahrzeug lediglich angekuppelt wird. Dieses kann nach dem Erreichen des Brechpunktes im Mont-Cenis-Eisenbahntunnels ferngesteuert vom Zug entkuppeln und nach Modane zurĂŒckkehren.cite-ref-1-24-0[24]

AblÀufe im Grenzbahnhof Modane

Traktionsleistungen französischer Eisenbahnverkehrsunternehmen nach Italien setzen das Vorhandensein italienischer Sicherheitsbescheinigungen voraus und vice versa. Fehlen diese, enden Zugfahrten aus Frankreich bzw. Italien im Grenzbahnhof Modane am Streckenkilometer 238,059 (Standort der elektrischen Systemtrennstelle zwischen SNCF Réseau und RFI).cite-ref-25[25]

Ein aus Frankreich kommender GĂŒterzug, der nachgeschoben wird, kann aufgrund der abweichenden Regelungen des Nachschiebebetriebs Modane generell nicht ohne Fahrtunterbrechung durchfahren. Vielmehr ist das nachschiebende Triebfahrzeug entweder von der Hauptluftleitung zu trennen und die Fahrt anschließend fortzusetzen oder es findet ein Triebfahrzeugwechsel statt. Die Übernahme von GĂŒterzĂŒgen in Modane aus dem jeweiligen Nachbarland erfordert in der Regel eine vollstĂ€ndige Bremsprobe. Rangierpersonale laufen den gesamten Zugverband ab, um den Zustand der Bremsen zu prĂŒfen.cite-ref-1-24-1[24]

Seit dem September 2009 ist die SNCF-GĂŒterverkehrssparte Fret in der Lage, GĂŒterzugleistungen ohne Lok- und Personalwechsel von Frankreich nach Turin durchzufĂŒhren. Zum Einsatz kommen Dreisystem-Elektro-Triebfahrzeuge der Gattung SNCF BB 36300. Die binational eingesetzten TriebfahrzeugfĂŒhrer der SNCF verfĂŒgen ĂŒber italienische Sprachkenntnisse und haben zusĂ€tzlich zur französischen Ausbildung eine TriebfahrzeugfĂŒhrerprĂŒfung in Italien ablegt (Stand 2009).cite-ref-26[26]

Die Notwendigkeit, GĂŒterzĂŒge in Modane zu stoppen, besteht nach wie vor. Sie erschließt sich auch mit Blick auf vorkonstruierte Fahrplantrassen entlang des Mediterranean Rail Freight Corridors, die in Modane eine ein- bis dreistĂŒndige Fahrtunterbrechung vorsehen.cite-ref-27[27]

Restriktionen der Elektrifizierung

Mit 1 500 Volt Gleichspannung ist das auf der Bahnstrecke Culoz – Modane vorhandene Bahnstromsystem nur bedingt fĂŒr die Traktion schwerer GĂŒterzĂŒge im Steigungsabschnitt geeignet. Aufgrund der vergleichsweise geringen Fahrleitungsspannung mĂŒssen Maßnahmen ergriffen werden, um die StromĂŒbertragung zum Triebfahrzeug zu maximieren:

‱ Unterhaltung zusĂ€tzlicher Gleichrichterstationen
‱ Einsatz von besonders leitfĂ€higem Kupfer-Fahrdraht
‱ VergrĂ¶ĂŸerung des Fahrleitungsquerschnittes
‱ Teilweise Fahrbetrieb mit zweifach gehobenem Pantographen je Triebfahrzeug

Bei dichtem Zugbetrieb in Mehrfachtraktion unter Volllast ergaben sich in der Vergangenheit Probleme einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Aufheizung der Oberleitungsanlage sowie mit Streuströmen: Die Gleiserdung war trotz vergrĂ¶ĂŸertem Schienenquerschnitt (Einsatz von UIC 60-Schienenprofilen) nicht immer gewĂ€hrleistet, sodass sich Streuströme im Erdreich ausbreiteten und SchĂ€den verursachten, z. B. an AbwasserkanĂ€len in Saint-Michel-de-Maurienne.cite-ref-1-24-2[24]

Begegnungsverbote im Mont-Cenis-Eisenbahntunnel

Im Mont-Cenis-Eisenbahntunnel gelten eisenbahnbetriebliche Regeln des italienischen Infrastrukturbetreibers RFI. Diese schließen folgende Trassenkonstruktionen aus:

‱ Begegnung von PersonenzĂŒgen und Gefahrgut-GĂŒterzĂŒgen im Tunnel
‱ Personenzug folgt im Tunnel auf einen Gefahrgut-GĂŒterzug
‱ Begegnung von Gefahrgut-GĂŒterzĂŒgen

Beinahe sĂ€mtliche im Tunnel verkehrende GĂŒterzĂŒge befördern GefahrgĂŒter (z. B. brennbare Treibstoffe im Fall des Modalohr-Shuttles Aiton – Orbassano). Aufgrund der Begegnungsverbote wird die eigentliche KapazitĂ€t des Tunnels (94 Zugfahrten je Tag) nach Berechnungen von SNCF RĂ©seau auf 54 Zugfahrten je Tag verringert (Stand 2018).cite-ref-2-28-0[28]

Reduzierte ZuglÀngen

Die maximale ZuglĂ€nge auf dem Streckenabschnitt Saint-Jean-de-Maurienne – Modane – Mont-Cenis-Eisenbahntunnel wird in erster Linie von der maximal möglichen Tonnage (siehe Vorspann- und Schiebedienste) determiniert. Insbesondere im Fall des Modalohr-Shuttles Aiton – Orbassano, das eine relativ geringe Wagenzugbruttomasse aufweist, wĂ€ren ZuglĂ€ngen grĂ¶ĂŸer 500 m denkbar. Die maximale ZuglĂ€nge im grenzĂŒberschreitenden Verkehr betrĂ€gt aufgrund von Regelungen des italienischen Infrastrukturbetreibers RFI 550 m. Auf dem französischen Infrastrukturabschnitt bis Modane sind hingegen bis zu 750 m ZuglĂ€nge möglich.cite-ref-2-28-1[28]

Zufahrt zum Modalohr-Terminal Bourgneuf-Aiton

Das auf dem Gemeindegebiet von Aiton gelegene Modalohr-Terminal wird mit lediglich einer Weiche an das Streckengleis in Richtung Modane angebunden. Eine Überleitmöglichkeit auf das nach Saint-Pierre d’Albigny / ChambĂ©ry fĂŒhrende Streckengleis wurde nicht realisiert (Stand 2017). ZĂŒge aus Richtung Modane stoppen daher im Bahnhof Aiguebelle, etwa drei Streckenkilometer vom Terminal entfernt. Anschließend muss eine Rangierfahrt (maximal 40 km/h) im Gegengleis stattfinden. Diese erfordert eine zeitweilige Sperrung der Strecke fĂŒr den durchgehenden Verkehr. Auch bei der Ausfahrt aus dem Terminal fehlt eine zeitgemĂ€ĂŸe Leit- und Sicherungstechnik. Das Ausfahrsignal wird vom Terminalpersonal auf mĂŒndliche Anordnung des Stellwerks geöffnet und kann nicht ferngestellt werden. Die Leistungseinbußen der fehlenden Technik werden toleriert, da der Streckenabschnitt Saint-Pierre-d’Albigny – Modane entsprechende ZeitrĂ€ume ohne nennenswertes Verkehrsaufkommen aufweist.cite-ref-1-24-3[24]

Naturgefahren

Der Streckenabschnitt Saint-Jean-de-Maurienne – Modane ist durch die exponierte FĂŒhrung der Trasse im Engtal des Arc in besonderer Weise Naturgefahren ausgesetzt. Die bislang umfangreichsten SchĂ€den erlitt die Strecke im Zuge des Hochwasserereignisses von 1957, infolgedessen die Bahninfrastruktur auf 15 km LĂ€nge zerstört wurde (siehe Unterkapitel weiter oben). Schlammlawinen und Hangrutschungen fĂŒhrten in der Vergangenheit immer wieder zu Unterbrechungen des Bahnbetriebs. Eine nicht abschließende Chronologie enthĂ€lt die nachfolgende Tabelle.

| Datum | Ereignis | Unmittelbare Folgen | Maßnahmen | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| 14.06.1957 | Hochwasserbedingte Zerstörung von Teilen der Bahninfrastruktur zwischen Saint-Michel und Saint-Jean-de-Maurienne auf 15 km | UnterspĂŒlung des Gleisbetts auf hunderten Metern im Bereich Les Reisses ; BeschĂ€digung des Tunnel de Villargondran ; Überflutung des Bahnbetriebswerks Saint-Jean-de-Maurienne usw. | Befreiung der Bahntrasse von Schlamm und Geröllmassen; Wiederherstellung des Oberbaus ; Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am 04.07.1957 (eingleisig) bzw. 14.07.1957 (zweigleisig) | [ 29 ] |
| 1965 / 1966 | Abgang diverser Schlammlawinen bei Pontamafrey ĂŒber einen mehrjĂ€hrigen Zeitraum | BeschĂ€digung der BrĂŒcke ĂŒber den Torrent de la Ravoire durch Schlamm und Geröllmassen | Wiederaufbau der BrĂŒcke; Errichtung einer eingleisigen Ausweichstrecke (sog. Évitement de Pontamafrey ) | [ 30 ] |
| 22.09.1993 | Hochwasserbedingte Zerstörung von Teilen der Bahninfrastruktur bei Saint-Michel-de-Maurienne | UnterspĂŒlung des Gleisbetts; Zerstörung der Oberleitung; Unterbrechung des Zugverkehrs | Abschnittsweise Rekonstruktion der Bahntrasse; Wiederaufnahme des Bahnverkehrs nach mehreren Wochen | [ 31 ] [ 32 ] |
| 01.08.2014 | Abgang einer Schlammlawine im Stadtgebiet Modane östlich des Bahnhofs | Überdeckung des Oberbaus mit Schlamm und Geröll; Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Modane und Bardonecchia | Befreiung der Bahntrasse von Schlamm und Geröll; Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am 04.08.2014 | [ 33 ] [ 34 ] |
| 02.07.2019 | Abgang einer Schlammlawine zwischen Saint Michel-de-Maurienne und Modane nahe des Tunnel d’Orelle | Überdeckung des Oberbaus mit Schlamm; Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Saint-Jean-de-Maurienne und Modane | Befreiung der Bahntrasse vom Schlamm; Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am 23.07.2019 | [ 35 ] [ 36 ] |
| 15.07.2019 | Sprengung von 300 mÂł Fels am Tunnel de la BrĂšche bei La Praz | Sperrung der Autobahn A43 und der RD 1006; Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Saint-Jean-de-Maurienne und Modane | Vorbeugende Sicherung der geologisch instabilen Bergflanke; Wiederaufnahme des Bahnverkehrs am 23.07.2019 | [ 37 ] |
| 27.08.2023 | Felssturz mit einem Volumen von 15.000 mÂł am Tunnel de la BrĂšche bei La Praz | Überdeckung des als Galerie angelegten Tunnel de la BrĂšch e sowie des Oberbaus vor der Galerie mit Felsblöcken und Geröll; Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Saint-Jean-de-Maurienne und Modane | Abtransport der Fels- und Geröllmassen; ÜberprĂŒfung des Schadensbildes am Tunnel de la BrĂšche ; Hangsicherung; Installation von Fangnetzen; geplante Wiederaufnahme des Bahnverkehrs im Herbst 2024 | [ 38 ] |

Verkehrssituation

Personenverkehr

Im planmĂ€ĂŸigen Personenverkehr verkehren zwischen Culoz und Modane aktuell (Stand Juni 2023) die Zugprodukte Train Ă  grande vitesse (TGV), Frecciarossa (FR) sowie Transport express rĂ©gional (TER). TGV und FR nutzen die Strecke fĂŒnfmal je Werktag und Richtung auf der Relation Paris – Mailand. PlanmĂ€ĂŸige Halte entlang der Strecke sind ChambĂ©ry-Challes-les-Eaux und Modane. Der Teilabschnitt Aix-les-Bains – ChambĂ©ry wird viermal tĂ€glich von der TGV-Linie Annecy – Paris befahren. Vier TER-Linien (Amberieu – Chambery, Annecy – Valence, Aix-les-Bains – Bourg-Saint-Maurice, ChambĂ©ry – Modane) nutzen zumindest abschnittsweise die Strecke. Die Fahrtzeit auf dem Streckenabschnitt Culoz – ChambĂ©ry betrĂ€gt im TER ca. 34 Minuten. Der Streckenabschnitt ChambĂ©ry – Modane wird im TER in ca. 87 Minuten zurĂŒckgelegt. Ein umsteigefreier oder vertakteter SPNV von Culoz nach Modane existiert aktuell (Stand Juni 2023) nicht:

‱ Die TER-Linien Amberieu – ChambĂ©ry und ChambĂ©ry – Modane sind in ChambĂ©ry zeitlich nicht aufeinander abgestimmt.
‱ Das TER-Angebot Amberieu – ChambĂ©ry weist vier- bis fĂŒnfstĂŒndige BedienungslĂŒcken auf. An Werktagen werden fĂŒnf Fahrten je Richtung angeboten (Abfahrten in AmbĂ©rieu um 6:13, 07:14, 12:14, 16:13, 19:14 Uhr).
‱ Das TER-Angebot ChambĂ©ry – Modane umfasst an Werktagen acht Fahrten je Richtung. Auch hier existieren vier- bis fĂŒnfstĂŒndige BedienungslĂŒcken (Abfahrten in ChambĂ©ry um 06:29, 07:29, 11:30, 16:48, 17:48, 18:29, 19:29, 21:50 Uhr).

Eine Übersicht des Personenverkehrsangebots enthĂ€lt die nachfolgende Tabelle.

| Zugprodukt | TGV / FR | TGV | TER | TER | TER | TER |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Fahrten an Werktagen je Richtung | 3× tgl. (TGV) 2× tgl. (FR) | 4× tgl. | 5× tgl. | 11× tgl. | 7× tgl. | 8× tgl. |
| Culoz – Aix-les-Bains | Paris <> Milano | | Amberieu <> ChambĂ©ry | | | |
| Aix-les-Bains – ChambĂ©ry | Paris <> Milano | Annecy <> Paris | Amberieu <> ChambĂ©ry | Annecy <> Valence | Aix-les-Bains <> Bourg-Saint-Maurice | |
| ChambĂ©ry – MontmĂ©lian | Paris <> Milano | | | | Aix-les-Bains <> Bourg-Saint-Maurice | ChambĂ©ry <> Modane |
| MontmĂ©lian – Saint-Pierre-d‘Albigny | Paris <> Milano | | | | Aix-les-Bains <> Bourg-Saint-Maurice | ChambĂ©ry <> Modane |
| Saint-Pierre-d’Albigny – Modane | Paris <> Milano | | | | | ChambĂ©ry <> Modane |

GĂŒterverkehr

Der via Modane gefĂŒhrte SchienengĂŒterverkehr umfasst konventionelle GĂŒterzĂŒge sowie ZĂŒge des Kombinierten Verkehrs. Im unbegleiteten Kombinierten Verkehr werden aktuell (Stand 2021) die Relationen Noisy / Bonneuil – Novara / Turin, Bonneuil – Novara / Pescara sowie Calais – Orbassano angeboten. Im begleiteten Kombinierten Verkehr existiert die Relation Aiton – Orbassano.cite-ref-0-39-0[39] Eine Übersicht des Zugangebots enthĂ€lt die nachfolgende Tabelle.

| Relation | KV-Segment | Operateur | ZĂŒge pro Woche und Richtung |
|---|---|---|---|
| Noisy – Novara | Unbegleiteter KV | Novatrans | 10 |
| Noisy – Torino | Unbegleiteter KV | Novatrans | 5 |
| Bonneuil – Novara | Unbegleiteter KV | T3M | 5 |
| Bonneuil – Pescara | Unbegleiteter KV | T3M | 5 |
| Calais – Orbassano | Unbegleiteter KV | VIIA | 5 |
| Aiton – Orbassano | Begleiteter KV | VIIA | 30 |

Die durch den Mont-Cenis-Eisenbahntunnel grenzĂŒberschreitend beförderten GĂŒtermengen sind seit mehreren Jahrzehnten stark rĂŒcklĂ€ufig. Im Jahr 2000 wurden noch rund 8,6 Mio. Tonnen transportiert. Dieser Wert reduzierte sich bis 2020 um nahezu 75 % auf rund 2,4 Mio. Tonnen. Die Entwicklung steht in einem starken Kontrast zu jener Österreichs und der Schweiz, die in derselben Zeitspanne einen deutlichen Anstieg des alpenquerenden SchienengĂŒterverkehrs verzeichneten. Die ZuwĂ€chse wurden in diesen LĂ€ndern insbesondere im Segment des Kombinierten Verkehrs erzielt. Auf der Bahnstrecke Culoz – Modane entwickelte sich der Kombinierte Verkehr im Zeitraum 2000 bis 2010 rĂŒcklĂ€ufig und erholte sich zwischen 2010 und 2015 nur geringfĂŒgig. Eine Übersicht der transportierten GĂŒtermengen am Mont-Cenis-Eisenbahntunnel enthĂ€lt die nachfolgende Tabelle.

| Jahr | Tonnage gesamt [Mio. t] | Davon unbegleiteter KV [Mio. t] | Davon begleiteter KV [Mio. t] |
|---|---|---|---|
| 2000 | 8,6 | 3,6 | n. a. |
| 2005 | 5,5 | 2,2 | 0,3 |
| 2010 | 3,0 | 0,7 | 0,5 |
| 2015 | 3,2 | 1,1 | 0,1 |
| 2020 | 2,4 | 1,2 | 0,1 |

Die stark abnehmende Bedeutung der Strecke fĂŒr den SchienengĂŒterverkehr erklĂ€rt sich unter anderem anhand des RĂŒckgangs der Industrieproduktion in Frankreich und Italien, welche auch zu einem RĂŒckgang des alpenquerenden StraßengĂŒterverkehrs gefĂŒhrt hat. DarĂŒber hinaus wurden ehemals auf der Schiene abgewickelte Verkehre auf die Straße verlagert. 1999 fand noch ca. 20 % des Transportaufkommens auf der Schiene statt; dieser Anteil reduzierte sich bis 2020 auf ca. 7 %. DemgegenĂŒber vergrĂ¶ĂŸerte sich der Marktanteil des StraßengĂŒterverkehrs von ca. 80 % auf ca. 93 %.cite-ref-0-39-3[39]

Zukunft

Die zurzeit in Planung befindliche transalpine Eisenbahnverbindung Turin–Lyon mit dem grenzĂŒberschreitenden Mont-Cenis-Basistunnel wird nach ihrer fĂŒr 2032 geplanten Fertigstellung einen Großteil des ĂŒberregionalen Verkehrs zwischen ChambĂ©ry und Italien aufnehmen und die Maurienne-Strecke entlasten. Die neue Eisenbahnstrecke wird sowohl dem Hochgeschwindigkeitsverkehr fĂŒr Personen als auch dem GĂŒterverkehr dienen.

Bilder

Weblinks

Commons

: Bahnstrecke Culoz–Modane

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Jacques Molinari: CaractĂ©ristiques d’infrastructures comparĂ©es des percĂ©es ferroviaires alpines franco-italiennes:B – Contraintes constructives (gĂ©nie civil & infrastructures lourdes) rĂ©gissant les circulations sur la ligne de Modane. (PDF) Dezember 1999, abgerufen am 5. Juni 2016 (französisch).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Roger Ratel, Jean Prieur: Le tunnel ferroviaire du FrĂ©jus: 1857–1995; le chemin de fer, son Ă©volution. Impr. Roux, 1996, OCLC 412481364, S. 86.
cite-note-22. ↑ Alphonse Courtois: Des opĂ©rations de bourse: Manuel des fonds publics et des sociĂ©tĂ©s par actions dont les titres se nĂ©gocient en France, en Belgique et en Suisse 
 Guillaumin et Cie, 1856, S. 344–345 (books.google.de [abgerufen am 5. Juni 2016]).
cite-note-33. ↑ France Auteur du texte: Bulletin des lois de la RĂ©publique française. In: Gallica. 1. Juli 1863, abgerufen am 5. Juni 2016.
cite-note-44. ↑ France Auteur du texte: Bulletin des lois de la RĂ©publique française. In: Gallica. 1. Juli 1867, abgerufen am 5. Juni 2016.
cite-note-55. ↑ AndrĂ© Fournier und andere: Dans la fureur des eaux, la Maurienne engloutie, juin 1957: 50e anniversaire, juin 1957–juin 2007. La Fontaine de SiloĂ©, MontmĂ©lian 2008, ISBN 978-2-84206-388-7, S. 30.
cite-note-66. ↑ Inondation en Maurienne. In: La Vie du Rail. Nr. 607, 1957, OCLC 882693910, S. 15 ff.
cite-note-77. ↑ Philippe L. M. Matyus: Railsavoie – les Inondations de 1957 en Maurienne. In: railsavoie.fr. Abgerufen am 6. Juni 2016.
cite-note-88. ↑ Mont-Cenis nach Erdrutsch ein Jahr gesperrt. In: Eisenbahnrevue International. Nr. 12, 2023, S. 576.
cite-note-99. ↑ Riesiger Erdrutsch in Savoyen: Straßen und Eisenbahnlinie zwischen Frankreich und Italien unterbrochen. In: nachrichten.fr. Abgerufen am 18. Februar 2024.
cite-note-1010. ↑ Savoyen: Weitere beeindruckende Bilder des gewaltigen Erdrutsches in Maurienne. In: nachrichten.fr. Abgerufen am 18. Februar 2024.
cite-note-1111. ↑ Gigantesque Ă©boulement en Savoie : la circulation des trains coupĂ©e entre la France et l'Italie. In: YouTube. 28. August 2023, abgerufen am 18. Februar 2024 (französisch, Video des Felssturzes).
cite-note-1212. ↑ jh: Culoz–Modane ab 1. April frei. In: Eisenbahn-Revue International 2/2025, S. 129.
cite-note-1313. ↑ Maurienne Valley Line Reopening 31/03/2025 | Mediterranean Rail Freight Corridor
cite-note-1414. ↑ Martin Randelhoff: Modalohr - die rollende Autobahn. In: www.zukunft-mobilitĂ€t.net. Martin Randelhoff, 22. MĂ€rz 2018, abgerufen am 30. Januar 2024.
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